HospitalityCamp Wallis, Zermatt 2018

Session 4: Google Adwords und Social Media Werbung

Moderator: Jeremy Kunz

Notizen: Gabriele Bryant

 

Google Adwords

Mit Adwords kann man gezielt Angebote oder Zimmer verkaufen, indem man für suchende Google-Nutzer bezahlte Anzeigen schaltet, die zu ihren Suchbegriffen passen.

  • Outsourcen kostet etwa 10-15% Provision vom Anzeigenbudget
  • Eignet sich grundsätzlich auch für kleinere bis mittlere Hotels, unter einer gewissen Zimmerzahl gibt es aber vermutlich effektivere Verkaufsmassnahmen
  • um den Erfolg messen zu können, muss vorher definiert werden, wie viele Buchungen zu welchem Buchungswert erwartet werden
  • mit USPs (besonderen Stärken oder Features) oder mit Events und Angeboten der Destination arbeiten statt mit generellen Begriffen wie „Hotel in Zermatt“ (meist teuer, umkämpft und zu unspezifisch für den suchenden Gast)
  • Bei grossen Destinationen eignet sich vielleicht auch eher Metasearch-Verkauf als Adwords
  • Outsourcen oder selbermachen? Selbermachen verlangt ein bisschen Ahnung und vor allem regelmässige (tägliche) Auswertung und Anpassung der Anzeigen
  • Kann man gut mit Remarketing verbinden, sodass der Gast, der mit der Anzeige auf die Seite gekommen ist, aber nicht gebucht hat, das Angebot immer wieder auf anderen Webseiten/Plattformen/Social Media sieht
  • Adwords sind kein Ersatz für eine gute grundsätzliche Suchmaschinenoptimierung der Webseite
  • Zwischen Suchnetzwerk (Anzeigen erscheinen passend zu Suchanfragen der Nutzer) und Display Netzwerk (generelle Sichtbarkeit der Anzeige auf unterschiedlichen Webseiten und Plattformen, gut aussuchen) unterscheiden

 

Social Media Werbung auf Facebook und Instagram

  • ist auch gut für Image- oder PR-Kampagnen, wofür sich Adwords nicht eignen.
    Beispiel: Stofftier-Geschichte im Hotel Arosa Kulm, die auch an Journalisten ausgespielt wurde, viel Medienaufmerksamkeit brachte und einen allgemeinen Lift in den Buchungen
  • Direkter Verkauf eher für niedrigschwellige Angebote wie Gastro oder Events statt Zimmerbuchungen
  • Zielgruppen gut definieren
  • Kostet meist weniger als Adwords
  • Kann auch mit Remarketing verknüpft werden
  • Instagram: Zielgruppe ist anspruchsvoller und kritischer gegenüber Werbung als auf Facebook, Werbung eignet sich eher für Klicks als für Verkauf

  

Dienstleister: worauf achten?

  • Ziele definieren
  • Kollegen fragen
  • Referenzen anschauen und anrufen
  • Keine lange Vertragszeit akzeptieren und wechseln, wenn es nicht funktioniert (3-6 Mo)
  • Konkurrenzausschluss in der Destination
  • Es gibt keinen Platz 1
  • „Pitch“ ausschreiben: „Das wollen wir, das können wir ausgeben – was würdet Ihr damit machen?“
  • ist auch Barter möglich: Zimmergutscheine für einen Teil der Provisionskosten
  • nachfragen und sich alles gut erklären lassen, evtl auch eine zweite Meinung einholen

 

 

Lesetipp:

https://www.blumbryant.ch/de/newsroom/meldungen/SEO-SEM-vom-suchen-und-gefundenwerden.php