oderiert von Heiko Siebert
Notizen von Alex Wyden

Von den Teilnehmern gewünschte Schwerpunkte:

  • Veranstalter & Reisebüros
  • Möglichkeiten online & offline
  • Booking.com
  • Interfaces

Die Herausforderung besteht in den vielen involvierten Playern. Einige Channel Manager (CM) sind bspw. nicht in der Lage, jeden Kanal (z.B. STC) bedienen.
Wenn nicht jeder Kanal gleich angepasst werden kann, besteht die Gefahr, dass man die Ratenparität nicht einhält.
Mancher Kanal kann die Buchungsbestimmungen nicht identisch aufführen. (z.B. HRS, fixe Annullationsfristen die evtl. nicht mit jenen des Hotels übereinstimmen).

TOMAS: Das Reservierungssystem von Zermatt Tourismus kann etwa 100 CM anschliessen. Über TOMAS werden (via PMS/CM) die Verfügbarkeit aller Unterkünfte in OpenBooking bereitgestellt. (es vereint: Booking Valais, e-domizil, Interhome, Reconline, STC, TOMAS)

Fragestellungen:

Ein Hotel, das in Verhandlungen mit einem Reiseveranstalter steht, beklagt, dass der Veranstalter zu viel verlangt. Mag das Hotel den Forderungen (bsp. zus. Gratiszimmer, noch tieferen Preise) nicht nachkommen, droht der Veranstalter damit, das Geschäft zu verlagern. Oft behaupten Veranstalter, ein anderes Hotel am Ort biete viel bessere Konditionen. Man wisse nicht recht, wie mit dieser Situation umzugehen sei.
Die anderen Teilnehmer haben zwei Vorschläge. Einerseits „den Spiess umdrehen“. Ein Hotel kann ja auch gute Nachfrage von einem konkurrierenden Veranstalter ins Feld führen. Andererseits stellten sich solche Behauptungen von Veranstaltern in der Vergangenheit als unwahr heraus. Tipp: Die anderen Hoteliers im Ort fragen, ob man wirklich ein solch tiefes Angebot unterbreitet habe.

Hoher Gruppenanteil Sommer:
langfristig denken und mit Veranstalter abklären, ob sich diese Situation auch in der kommenden Saison hält oder abebben wird. (Bsp. gesteigerter Anteil thailändischer Gruppen in CH nach Ableben von König Bhumibol, da der König in Lausanne studierte)

Überbuchungen (Reisegruppen) im Sommer:
Gute Idee? Es lässt sich wohl fast nicht vermeiden, wenn man auf gute Auslastung zielt. Aber 40% und mehr sind nicht ratsam, da es oft am Ort nicht aufgefangen werden kann. (Bsp. Kuoni Überbuchungen 2017)

Booking.com:
Von vielen als leidiges Thema aufgrund der saftigen Kommissionen und des hohen Buchungsanteils gesehen. Es kommt aber auch die Meinung aus der Gruppe, man brauche doch lediglich „die Sichtweise etwas anzupassen“, denn schliesslich werde man von neuen Gästen gefunden und Booking.com investiert viel in die Vermarktung.
Es sei wichtig, die Gäste „abzuholen“, sobald sie im Hotel sind, egal über welchen Kanal der Gast gebucht hatte. Es gelte diese Gäste für künftige Aufenthalte zum Direktbuchen zu bewegen. Nicht zu vergessen sei, dass OTAs sehr innovativ agieren (verfügen über die finanzielle Mittel und sind schnell im Umsetzen) und helfen, ferne Märkte zu erschliessen.

Wenn gewiefte Gäste fragen „warum kommt ihr mir nicht mit dem Preis entgegen, wenn ich direkt buche statt über Booking.com?“ könnte man ja antworten: “ aber Booking.com macht in grossem Umfang Werbung und Vertrieb für uns, …du nicht.“

Frage: was machen Hoteliers um Direktbuchungen zu fördern? Antworten: 

  • Pauschalen anbieten (Mehrwert)
  • Gute Hotelwebseite (gefunden werden)
  • ansprechende Webseite (Verbleib, Buchung einfach)
  • Direktbuchern bessere Preis/Leistung anbieten

Wichtig sei allgemein, sich über die eigene Distribution im Klaren zu sein (visualisieren) und diese nötigenfalls zu stärken.

Zukunft: bald könnten sprachgesteuerte Abfragen die Buchung für den Kunden noch erleichtern (bsp. Anfrage via Siri/Alexa). Es kann also von Vorteil sein, wenn man abklärt, welche Buchungskanäle diese Buchungsform ermöglichen (ein Test für „Hotels in Zermatt“ lieferte kürzlich ausschliesslich Resultate von Booking.com).

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