Moderiert von Gabriele Bryant
Notizen von Amanda Kuonen und Gabriele Bryant

 (*Definition = Hotels, wo der Hotelier/die Hoteliere alles im Marketing selbst machen muss)

 Fragestellung: Was gibt es im Onlinemarketing? Was bringt was und welche Tools machen am meisten Sinn für kleine Hotels? Welche Tools und Massnahmen sind Grundlagen/Pflicht und welche Tools sind Kür? Welche Tools bieten den grössten/breitesten Nutzen, sind am „machbarsten“?

Zusammenfassung der Inputs aus der Session:

Positionierung:
Darauf sollte alles basieren. Idealerweise ist man nicht nur ein kleines Hotel, sondern auch klar positioniert.

PMS:
Dann kommt das Hotel selbst mit den internen Tools. PMS/CRS müssen gut funktionieren.

Webseite:
die Grundlage fürs Onlinemarketing. Ohne sie geht gar nichts. Sie muss unbedingt mobiltauglich bzw. responsive sein.

Suchmaschinenoptimierung (SEO):
Die nächste Grundlage. Kein Garant dafür, dass man auf Seite 1 kommt (besonders ohne klare Positionierung), aber eine Investition in die optimale Auffindbarkeit bei Google. Sollte bei jeder neuen Webseite automatisch mit dabei sein – dazu Agentur richtig briefen und die Offerten richtig lesen. Nicht jede Web-Agentur kann SEO – recherchieren!

Suchmaschinenmarketing (SEM) / Google Adwords:
Sind keine Grundlagenmassnahme. Eignen sich sehr gut, wenn man spezifische Angebote verkaufen will oder wenn man mehr Sichtbarkeit braucht (z.B. neues Hotel).

Metasearch:
Listings bei Tripadvisor, Kayak etc., die Gäste auf die eigene Buchungsmaschine bringen. Sind relativ anspruchsvoll und können teuer werden. Keine Grundlagenmassnahme.

Präsenzen bei Buchungsplattformen (OTA) und Destinationsplattformen:
Einfache Grundlagenmassnahme für Sichtbarkeit und um Gäste auch auf die eigene Webseite zu bringen.

Emailmarketing:
Vielleicht keine Grundlagenmassnahme, aber sehr effektiv, um mit Newslettern Angebote an die passenden Zielgruppen zu verkaufen. Pre- und Poststay-Emails können in vielen PMS oder Buchungssystemen eingerichtet und automatisiert werden, um Upselling vor dem Aufenthalt zu machen oder Bewertungen einzuholen.

Bewertungen:
Bewertungsmarketing ist eine Grundlage und die einfachste und billigste Onlinemarketingmassnahme.

Retargeting:
Systeme, mit denen Webseiten-/Buchungsabbrecher durchs Internet „verfolgt“ werden, um doch noch eine Konversion rauszuholen. Keine Grundlagenmassnahme, sondern eher was für grosse Betriebe mit hohem Buchungsvolumen. Kann teuer werden.

Social Media:
heute auch Grundlage, um in den Social Media gefunden zu werden. Vor allem natürlich Facebook.

Apps:
Definitiv weder Grundlage noch gute Idee. Eine App für ein einzelnes und kleines Hotel macht keinen Sinn, wen man eine responsive Webseite hat. Möglich sind Apps, wo man sich quasi „einmieten“ kann, z.B. Conichi.

Messenger:
Der Trend für 2017 sind Messengerdienste und Chatbots. Hotels können Whatsapp nutzen, um mit Gästen zu kommunizieren. Auch Facebook Messenger kann von Hotels eingesetzt werden. Wenige Gäste nutzen das. Die Herausforderung ist ja die Vervielfachung der Kommunikationskanäle gegenüber früher. Und jeder angebotene Kanal muss bedient werden. Man kann heute schon die Messenger mit Antworten auf die wichtigsten Gästefragen vorprogrammieren (Chatbot).

Fazit: Man muss nicht alles machen, dafür das Wenige richtig gut.

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Passender Artikel zum Thema: „Ein Konzept muss her – Onlinemarketing in der Hotellerie“ – Hotelier 5/2017